Häufig gestellte Fragen

Kurze Antworten auf die Fragen, die vor der ersten Partie am häufigsten gestellt werden.

Ist Backgammon Glück oder Können?

Beides. Die Würfel bestimmen, welche Züge möglich sind, aber welchen Zug Sie wählen und wie Sie den Verdopplungswürfel einsetzen, ist reines Können. Über viele Partien hinweg gewinnt der stärkere Spieler deutlich häufiger, als reiner Zufall vermuten ließe.

Was ist der Unterschied zwischen Backgammon und Tavla?

Eigentlich keiner: Tavla ist schlicht der türkische Name für dieselbe Spielfamilie. Je nach genauem Regelwerk kann türkisches Tavla Standard-Backgammon bedeuten oder eine lokale Variante wie Moultezim oder Gülbara.

Was passiert, wenn ich meinen Wurf nicht vollständig nutzen kann?

Sie müssen so viel vom Wurf spielen, wie regelkonform möglich ist, auch wenn das bedeutet, nur einen statt zwei Würfel zu ziehen. Gibt es überhaupt keinen legalen Zug, verfällt Ihr Zug und Ihr Gegner ist an der Reihe.

Was ist ein Gammon oder ein Backgammon-Sieg?

Tragen Sie alle Ihre Steine aus, bevor Ihr Gegner auch nur einen ausgetragen hat, gewinnen Sie ein Gammon, das den doppelten aktuellen Würfelwert zählt. Hat Ihr Gegner noch einen Stein auf der Bar oder in Ihrem Haus, ist es ein Backgammon, das den dreifachen Wert zählt.

Muss ich den Verdopplungswürfel benutzen?

Nein, er ist völlig optional, und viele lockere Partien verzichten darauf. Er wird bei Geldpartien und in Matches eingesetzt, um den Einsatz zu erhöhen und der Strategie eine Verhandlungsebene hinzuzufügen.

Wie lange dauert eine Partie?

Eine einzelne Partie dauert meist 10 bis 20 Minuten. Turniermatches werden bis zu einer festgelegten Punktzahl gespielt und können deutlich länger dauern, besonders wenn der Verdopplungswürfel im Spiel ist.

Gibt es Wettkampf-Backgammon?

Ja. Backgammon hat eine aktive internationale Turnierszene, nationale Verbände und eine jährlich in Monte Carlo ausgetragene Weltmeisterschaft, dazu eine lebendige Online-Ranglisten-Szene.

Warum endete meine Plakoto-Partie unentschieden?

In den Festsetz-Spielen — Plakoto, Moultezim und Mahbusa — sperrt man den einzelnen Stein des Gegners unter dem eigenen ein, statt ihn auf die Bar zu schicken. Ein festgesetzter Stein kann sich nicht bewegen, solange der Stein darüber liegt. Deshalb können sich beide Seiten gegenseitig so festsetzen, dass niemand mehr einen legalen Zug hat. Dann wird die Partie als Remis gewertet. Die Regel des Muttersteins entscheidet früher: Wird der letzte Stein, der noch auf dem eigenen Startpunkt liegt, dort festgesetzt, verliert dieser Spieler sofort zwei Punkte. Die Regel ruht, solange der Startpunkt des Gegners noch besetzt ist; sind beide Muttersteine festgesetzt, endet die Partie unentschieden.

Warum gibt es bei Narde oder Plakoto keinen Dopplerwürfel?

Der Dopplerwürfel wurde in den 1920er-Jahren in New York erfunden und verbreitete sich mit dem internationalen Turnierspiel. Die älteren regionalen Varianten waren damals schon Jahrhunderte alt und werden traditionell ohne ihn gespielt; gezählt werden gewonnene Partien. Wir folgen der jeweiligen Tradition, statt den Würfel überall anzuflanschen: Er steht bei Backgammon, Nackgammon, Hypergammon und Acey-Deucey zur Verfügung und ist bei Narde, Plakoto, Moultezim und Mahbusa abgeschaltet.